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Vernissage: Berliner Galerie präsentiert wiederentdeckte Künstler aus Deutschland

21.08.2019 - Artikel
Vernissage
Vernissage© Auswärtiges Amt

Am 20.08.2019 eröffnete die deutsche Botschaft in Kooperation mit der Galerie „Die Möwe“ die Ausstellung „Wiederentdeckte Moderne“ in der Residenz der Botschaft.

Die ausstellende Berliner Salongalerie „Die Möwe“ unter Leitung von Claudia Wall und Helena Feuerbach bringt Künstler wieder ans Licht, die während der Zäsuren durch das NS-Regime sowie die Teilung Deutschlands in ihrem Schaffen diskreditiert wurden und zu Unrecht in Vergessenheit gerieten.

Die Ausstellung bietet sprichwörtlich „Raum“, um einige Werke dieser „verschollenen Generation, und sogar über die Grenzen hinaus“ sichtbar zu machen, freute sich Galerie-Inhaberin Claudia Wall.

Fritz Kuhr - Traumvogel
Fritz Kuhr - Traumvogel© Galerie „Die Möwe“

Botschafter Dr. Riedel betonte, dass einige der Künstler, die durch die Brüche in der deutschen Geschichte in ihrer Malerkarriere gehemmt wurden, auch in der Schweiz Sicherheit gefunden hätten.

Lotte Laserstein- Frau mit spitzem Hut
Lotte Laserstein- Frau mit spitzem Hut© Galerie „Die Möwe“

Die Kunsthistorikerin Dr. Miriam-Esther Owesle schlug in ihrer Laudatio einen Bogen zwischen den unterschiedlichen Künstlern wie Georg Meistermann, Herbert Behrens-Hangeler, Lotte Laserstein oder Fritz Kuhr. Nahezu alle eine, dass ihre Werke im NS-Regime als „entartet“ gebrandmarkt worden waren, darüber hinaus seien einige weitere auch zur Zeit der DDR unter der Formalismusdebatte herabgewürdigt worden. Dennoch hätten die Repressalien nicht zu einer Absage an die Kunst selbst geführt. Ganz im Gegenteil: Die ausgestellten Werke, die trotz und während der Repressalien entstanden, seien “Dokumente der unzerstörbaren Schöpfungsdrangs von Künstlern aus Ost und West„. Und so ergebe eine Zusammenschau der Werke, so unterschiedlich sie auch sein mögen, doch eine gemeinsame Lesart: zu sehen seien Zeugnisse des unerschütterlichen Glaubens der Kunstschaffenden, einmal an ihre Arbeit, aber auch an die Freiheit der Kunst als solche.

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