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Berliner Salon: Megatrends der Zukunft mit Karin Frick

Botschafter Dr. Riedel, Karin Frick/ Gottlieb Duttweiler-Institute

Botschafter Dr. Riedel, Karin Frick/ Gottlieb Duttweiler-Institute, © z.V.g.

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Mit implantierten Chips Hoteltüren öffnen, ein Hologramm heiraten, einem Roboter die Staatsbürgerschaft verleihen: die Zukunft ist schon da. Welche Trends in den kommenden Jahrzehnten weiter wichtig werden, verriet am Ber(li)ner Salon Karin Frick, Zukunftsforscherin am Gottlieb Duttweiler-Institute.

Zukunftsforscherin Frick zeigt sich optimistisch: die Digitalisierung werde sicher Wirtschaft und Gesellschaft grundlegend beeinflussen und neue Freiheiten und Sicherheiten ermöglichen: medizinische Instrumente die vor Herzinfarkten warnen, ortsunabhängiges Einkaufen, Lernen, Arbeiten.

Nach der Eroberung des Raumes geht es um die Eroberung des virtuellen Raumes, und in Richtung Entortung und Entmaterialisierung: „Sie können eigentlich alles überall immer haben, wenn Sie sich im Netz bewegen.“ Und benötigen dabei immer weniger Dinge, die immer mehr können.

Die Daten, die dabei gesammelt und verknüpft werden, rücken in den Fokus und sind Grundlage für ganz neue Geschäfts- und Wirtschaftsmodelle.

Beispiel Schweiz: „Die Schweiz produziert Uhren, Messinstrumente, immer noch sehr erfolgreich. Aber sind Messwerte nicht das spannendere Geschäft?“

Frick wagt einen Blick voraus: wie wird es sein, wenn Bots für uns einkaufen und sich dabei nicht mehr von Werbebotschaften beeinflussen lassen? Wie wird es sein, wenn unser Körper vernetzt wird, und digitale Produkte für uns in die Zukunft schauen können? Was passiert, wenn Menschen für Maschinen lesbar werden? Die technologische Entwicklung scheint grenzenlos - wie wirkt sie sich auf die Gesellschaft, auf Identität und Zusammenhalt aus? Darüber tauschten sich Karin Frick und die knapp 70 Gäste im lebhaften Gespräch aus. Einige Beiträge ließen Besorgnis erkennen, wie es in der digitalisierten Gesellschaft der Zukunft um individuelle Freiheiten, Datenhoheit, die Arbeitsmarktsituation bestellt ist, was den Menschen jenseits der Vermessbarkeit ausmacht und ob es eine Möglichkeit gibt, sich (zeitweise) aus der Digitale auszuklinken.

In einem Punkt ist sich Forscherin Frick sicher: Es wird auch in der digitalen Zukunft Botschaften und Botschafter als Brückenbauer brauchen.  



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