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Von Schweizer Liebhabern, deutschen Polizisten und „Entweder-oder“: Ein Europa-Gespräch an der Kantonsschule Trogen (Appenzell)

13.03.2019 - Artikel

Himmel oder Hölle? In welchem Spektrum bewegen sich die Beziehungen der Schweiz zur EU aus Sicht Schweizer SchülerInnen? Und wie sieht Deutschland seine Mitgliedschaft in der EU? Ein Besuch von Botschafter Dr. Riedel an der Kantonsschule Trogen am Sondertag „Europa“ ergab spannende Antworten.

Der Himmel ist dort, wo die Polizisten Briten sind, die Köche Franzosen, die Mechaniker Deutsche, die Liebhaber Italiener und alles von den Schweizern organisiert wird.
Die Hölle aber ist dort, wo die Köche Briten, die Mechaniker Franzosen, die Liebhaber Schweizer, die Polizisten Deutsche sind und alles von den Italienern organisiert wird. (Jens Petersen, Quo Vadis Italia?)


Mit einem Augenzwinkern stellten Nik Hagmann und Sebastian Egli Santiago aus dem Abschlussjahrgang der Kantonsschule einleitend fest, dass die Schweizer vielleicht keine schlechten Liebhaber, ein Flirt oder gar eine Anbahnung mit der EU aber tatsächlich nicht in Sicht seien.

Botschafter Dr. Riedel im Gespräch mit den Moderatoren Damian Kobler und Jonathan Mösli
Botschafter Dr. Riedel im Gespräch mit den Moderatoren Damian Kobler und Jonathan Mösli© Auswärtiges Amt

Im anschließenden, von der Fachschaft Geschichte organsierten, Gespräch mit Botschafter Dr. Riedel ging es also neben Fragen zum Diplomatenberuf vor allem um das Verhältnis Deutschlands, der Schweiz und der EU. Botschafter Dr. Riedel und die SchülerInnen aus Trogen waren sich schnell einig: „Eigentlich ist die EU gar nicht so weit weg von dem, was die Schweiz ausmacht.“ (Riedel). „Eigentlich bringen wir Schweizer beste Voraussetzungen mit, das Projekt Europa zu begreifen und voranzubringen. Wenn es uns gelingt, das Muster Himmel oder Hölle - Schweiz oder Europa- zu durchbrechen.“ (Hagmann/ Egli Santiago).


Lobende Worte fanden die Jugendlichen für Deutschland und Frankreich, die gemeinsam den Weg gemeistert hätten, zu einem Motor der europäischen Einigung zu werden: „Das Miteinander und der Konsens bestimmen Ihre Sicht auf Europa und dessen Zukunft.“ Botschafter Dr. Riedel wünscht sich auch mit der Schweiz einen „engstmöglichen Austausch“ und zeigt sich begeistert vom Dialog mit den weltoffenen jungen Erwachsenen: „Hier können einige Politiker noch etwas lernen.“


Die Präsentation der Jugendlichen finden Sie hier im Wortlaut.


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