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Berliner Salon und Leseempfehlung: „Mit Wein Staat machen“

Ber(li)ner Salon: Lesung und Degustation Mit Wein Staat machen

Ber(li)ner Salon: Lesung und Degustation „Mit Wein Staat machen“, © Auswärtiges Amt

12.02.2019 - Artikel

Bei einer köstlichen Lesung mit Weinprobe zum Thema „Mit Wein Staat machen“ mit Knut Bergmann beleuchtete dieser die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland aus Sicht des Weines bzw. staatstragender Weine. Am Ende die Erkenntnis: Auch Deutschland „kann“ exzellenten Wein.

Bei aller Bescheidenheit, die das staatliche Zeremoniell der Bundesrepublik seit der Ära Adenauers kennzeichnet, spielt und spielte der Wein auf der diplomatischen Bühne und für die Beziehungen von Staaten eine große und beachtenswerte Rolle. Das zeigt Knut Bergmann, der selbst im Bundespräsidialamt arbeitete, in einem spannenden Blick hinter die Kulissen in seinem Buch „Mit Wein Staat machen“.


Bei einer Lesung mit Weinprobe in der Residenz konnten die geladenen Gäste deutsche Weine verkosten, die in der Bundesrepublik bei Staatsbanketten oder anderen hochoffiziellen Anlässen serviert wurden, u.a. beim Staatsbesuch von Queen Elisabeth II. 2015.  Gleichzeitig erfuhren Sie aus Auszügen aus dem Buch und spannenden Anekdoten von Knut Bergmann, was es mit der Auswahl dieser Weine auf sich hatte, was sie über das Selbstverständnis der BRD, die individuellen Vorlieben und Persönlichkeiten der früheren Bundespräsidenten und Kanzler verraten, und warum in Frankreich Wein als „Staatsraison“ gilt, während in Deutschland seit Theodor Heuss das  „Pathos der Nüchternheit“ bevorzugt wird. NZZ-Redaktor Urs Bühler führte nicht nur kenntnisreich, sondern auch mit Witz und Leichtigkeit durch einen unterhaltsamen, geselligen Abend voller Erkenntnisse - und „wahrer Humanität“, wie Immanuel Kant die freundschaftliche Mahlzeit deutet.


Das Buch „Mit Wein Staat machen“ ist tatsächlich eine lesenswerte Fundgrube interessanter Begegnungen, Anekdoten und Hintergrundinformationen aus der Geschichte der Bundesrepublik, die nicht nur den interessierten Leser in Deutschland begeistern wird. Es zeigt auch:  in ihren zeremoniellen Vorlieben und der Art, offizielle Anlässe zu organisieren sowie Persönlichkeiten Wertschätzung zu zeigen, sind sich Deutschland und die Schweiz sehr ähnlich. Prosit!


P.S.: von Weinakademiker Peter Keller (NZZ Stil) lernen wir, dass der weltweit älteste flüssig erhaltene Traubenwein ein „Römerwein aus Speyer“ ist, der im Historischen Museum der Pfalz in Speyer aufbewahrt wird. Zu einem der ältesten trinkbaren Weine zählt Keller den Rüdesheimer Apostelwein 1727 - zwei gute Gründe, sich auf einer der deutschen Weinstraßen auf die Spur der Weine zu begeben.

 





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