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Ber(li)ner Salon "Künstliche Intelligenz" mit Prof. Jürgen Schmidhuber

Prof. Dr. Jürgen Schmidhuber

Prof. Dr. Jürgen Schmidhuber, © Botschaft Bern

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Welche Zukunftsperspektiven gibt es für ein Leben mit Künstlicher Intelligenz? Was passiert, wenn KI klüger wird als wir? Gibt es kreative KI? Und wie können wir einer unerwünschten Entwicklung vorbeugen?

Darüber sprach beim Ber(li)ner Salon der international renommierte KI-Pionier und "Vater der KI", Prof. Dr. Jürgen Schmidhuber. Durch den Abend führte Nicolas Bürer, Geschäftsführer von Digital Switzerland.

Unter dem Titel "Künstliche Intelligenz - ein Bericht von den Grenzen des Möglichen" spannte Prof. Schmidhuber den Bogen vom Anbeginn der Menschheit bis in eine ferne Zukunft, in der Künstliche Intelligenz neue Dimensionen erreicht und das Weltall erobert. Schmidhuber betonte:

"Die technologische Evolution ist 1 Mio. Mal schneller als die biologische Evolution, weil Sackgassen schneller abgeschnitten werden."

Er ist überzeugt, dass schon in naher Zukunft Maschinen menschliche und übermenschliche Fähigkeiten entwickeln, die zum Wohl der Menschen eingesetzt werden. Ein wichtiger Forschungsstandort für KI könnten dabei Europa und vor allem auch Deutschland und die Schweiz werden, falls die politischen Rahmenbedingungen hierfür geschaffen würden:

"Es gibt keinen Ort der Welt der hierfür besser geeignet wäre als Europa." 

So könne man den Rückstand aufholen, den Europa derzeit zu den bei KI-Anwendungen führenden USA und China habe.

Geht von superintelligenten KIs der Zukunft eine Bedrohung für die Menschheit aus? Das hielt Prof. Schmidhuber in einer lebhaften Diskussion auch über ethische Fragen der KI für eher unwahrscheinlich.  

v.l.n.r.: Prof. Dr. Jürgen Schmidhuber, Botschafter Dr. Riedel, Nicolas Bürer
v.l.n.r.: Prof. Dr. Jürgen Schmidhuber, Botschafter Dr. Riedel, Nicolas Bürer© Botschaft Bern